Artist Statement


In meiner künstlerischen Arbeit geht es mir darum, meine Sichtweise auf die Natur, mein Naturerlebnis erfahrbar zu machen.
Ganz besonders faszinieren mich die Veränderlichkeit des Himmels, die Atmosphäre und die Naturgewalten. Ich beobachte leidenschaftliche gerne Wetterphänomene und Gewitter. Dabei versuche ich, das Wissen über die Natur mit dem Gefühl, also mit den Sinnen, zu verbinden. Bei meiner Arbeit beschäftigt mich konkret, wie das Licht und die Farben des Himmels und die Bewegungen der Wolken Gefühle hervorrufen, Assoziationen wecken und auf etwas hinweisen, über das sich nicht sprechen lässt.
Ich empfinde Wolkenformationen und Stürme als eine Quelle von Schönheit und Erhabenheit. Diese innere Bewegtheit, die Erfahrung des Erhabenen ist der Antrieb meiner Malerei.
Inspiration kommt vor allem wenn ich draußen in der Natur bin, aber auch aus Büchern: Interviews, Kunstphilosophie, Kunstgeschichte und Wissenschaft. Ich sehe mich als Malerin als Teil einer langen und reichen Malerei-Tradition, die bis in die Gegenwart hinein reicht.

Ich male schichtweise mit vorwiegend transparenten Ölfarben auf einer Untermalung in Eitempera. Dieser Prozess geht sehr langsam voran, es braucht Zeit, Ruhe und Geduld. Die Art der Bewegung der Hand über die Leinwand ist extrem wichtig, wobei sich das Bild nach einer eigenen, inneren Dynamik entwickelt. Das Arbeiten am Bild ist auch vor allem einem „Zuhören“ geschuldet nicht nur einem „Schauen“: das Ergebnis ist immer offen und entwickelt sich im Dialog mit dem Bild. Das Beherrschen der Technik in der Malerei hat für mich zwar einen hohen Stellenwert, aber das Können oder „Kunst-Wollen“ ist nicht das Essentielle – Kunst kommt für mich von Müssen.

Das Arbeiten in Serie ist für mich wichtig: die Kontinuität des Immergleichen - in der Variation des Formats, Ausschnitts oder Materials – hilft mir, mehr über ein Thema herauszufinden. In Serie arbeiten heißt für mich auch, immer wieder neu anzufangen in dem Bewusstsein, dass es nur eine weitere Etappe ist im Prozess des Verstehens, der nie wirklich an ein Ende kommt.
In der künstlerischen Auseinandersetzung mit den Themen Erde, Wolken, Naturgewalten wird für mich etwas wahrnehmbar, das nicht begrifflich benannt werden kann. Es weist auf die Zukunft hin.


In my work I am trying to find out more about my relationship with nature and at the same time, try to convey my view on and experience with nature.
I am particularly fascinated with the variability of the skies, the atmosphere and the forces of nature and I love watching weather phenomena and storms. I try to combine knowledge about nature with sensation, with our sense of perception. By focussing on the light, the colors of the sky and the movements of clouds I want to find out how they arouse our emotions, trigger associations and point to something about which we cannot speak.
To me cloud formations and storms are a source of beauty and sublimity. These inner emotions, the experience of the sublime is the the motivation for my paintings.
My inspiration comes especially from when I am outdoors in nature but also from books: interviews, art philosophy, art history and science. As a painter I am significantly influenced by a long tradition of painting that extends up to present day.

I paint in layers using mostly transparent oil colors on an underpainting with eggtempera, which is a very slow process. It takes time, tranquility and patience. The movements of the hand on the canvas is paramount along with listening to the inner dynamics of the painting itself. Besides contemplating a painting it is above all an attentive, active listening, which helps realizing a work of art. The outcome is always open and develops in a dialogue with the painting.
Mastering the painting techniques plays an important role for me, however skills or striving to make artworks is not the most important – art comes from an inner necessity for me.

The need to work in series is important to me: the continuity of repeating the same – in variation of format, detail or material – helps me to find out more about the subject. To me working in series also means to start again and again recognizing that it is only a further step in a process of comprehension, which will never really come to an end.
In dealing with the issues of the earth, clouds, natural forces, I can perceive something that cannot be defined in words. It hints at the future.